Artikel für die Fachpresse: Die Möglichkeiten werden unterschätzt

B2B-Entscheider vertrauen auch im Internetzeitalter auf Fachmedien.
Was wie ein Widerspruch klingt, hat System: Fachzeitschriften gelten als glaubwürdig, objektiv und seriös. Sie regen zum Austausch im Kollegenkreis an. Studien belegen: Artikel in Fachzeitschriften sind weiterhin die wichtigste berufsbezogene Informationsquelle für B2B-Entscheider. Insgesamt werden mit gedruckten und digitalen Fachmedien 96 Prozent der B2B-Kernzielgruppe erreicht.

Die Fachpresse als wichtige Informationsquelle für B2B-Entscheider

  • Die Lesedauer professioneller Entscheider ist trotz der Informationsüberflutung auf über zwei Stunden pro Woche gestiegen.
  • Informationen in Fachmedien veranlassen Professionelle Entscheider in starkem Maße, sich weitere Informationen einzuholen (Aktivierungsleistung von Fachmedien).
  • Quelle: „B2B-Entscheideranalyse 2017“ der Deutschen Fachpresse.

    Fachtexte für B2B-Entscheider

    Die Fachpresse hat bei B2B-Entscheidern auch in Zeiten des Internets weiter einen erstaunlich hohen Stellenwert.

Orientierung im Informations-Chaos

  • Die weltweite Datenmenge verzehnfacht sich bis 2025 auf kaum vorstellbare 163 Zettabyte (ZB).
  • Das digitale Zeitalter hat das Informationsverhalten grundlegend geändert: Laut der Google-Studie „Zero moment of truth“ werden im Schnitt 10,4 meist digitale Informationsquellen vor einem Kaufentscheidung zu Rate gezogen.
  • Die Information und Kommunikation im Kaufprozess von B2B Unternehmen basiert auf einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen. Das Internet hat dabei die erste Präferenz. Die Platzierung bei Google & Co. ist aber mehr denn je von der Qualität des Contents sowie von der Präsenz in Fachmedien, Foren und Blogs abhängig.
  • B2B-Entscheider bewerten die Informationen in Fachmedien als besonders glaubwürdig, objektiv und seriös, so die B2B-Entscheideranalyse.

Fachzeitschriften informieren über Produkte und Leistungen

  • Das veränderte Informationsverhalten der B2B-Entscheider ist für die Anbieter von B2B-Leistungen eine große Chance.
  • Fachzeitschriften Customer Journey Informationsaufgaben

    Fachzeitschriften erfüllen während der Customer Journey unterschiedliche Informationsaufgaben (Quelle: Entscheideranalyse 2017)

  • Die Entscheider erwarten als Leser von Fachzeitschriften aktuelle Informationen zu interessanten Produkten und Leistungen. Deshalb sind die Redaktionen an Informationen von technisch innovativen Unternehmen besonders interessiert.
  • Viele B2B-Unternehmen nutzen diese Möglichkeit allerdings viel zu wenig. Es fehlt im Tagesgeschäft meistens an der Zeit oder an den geeigneten Autoren.

Texte für die Fachpresse schreiben

Texte für Fachpresse

Fachtexte informieren B2B-Entscheider und machen innovative Lösungen bekannt.

Redaktionelle Inhalte für Fachzeitschriften sind für B2B-Unternehmen eine erfolgversprechende Möglichkeit, innovative und technisch anspruchsvolle Produkte und Leistungen bekannter zu machen.

Das Schreiben solcher Texte ist außerdem kein Hexenwerk: Journalistische Kenntnisse, die Orientierung an den Erwartungen der Leser und der persönliche Kontakt zu den Redakteuren sind eine gute Basis.

Beispiele für veröffentlichte Beiträge in der Fachpresse

Martin Ortgies: Als Fachjournalist habe ich gute Kontakte zu Fachzeitschriften aus Bereichen wie Automation, Elektrotechnik, Elektronik, Logistik, Maschinenbau, Industrie oder IT. Ich erstelle regelmäßig Texte zu technischen und erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen, die veröffentlicht werden.

Große Vielfalt an Fachzeitschriften für technische Informationen

Der Verband der Deutschen Fachpresse gibt in seiner Fachpresse-Statistik Auskunft über die Entwicklung der Fachmedien mit über 4.000 Fachzeitschriften, viele davon für technische Informationen.

Content Marketing, Fachpresse-Statistik

Die Zahl der Fachpresse-Titel ist sogar noch gestiegen

  • Die Reichweite und Auflagenzahlen der Fachmedien unterliegen einer genauen Kontrolle durch die ivw. Hier können über Print- und Onlinemedien genaue Daten abgerufen werden.
  • Eine Studie verweist zudem auf eine neue Offenheit der Fachmedien, bei dem das journalistische Moment stark an Bedeutung gewonnen hat.

Ingenieure nutzen vorrangig Fachzeitschriften

Technische Zielgruppen erreichen

  • Ingenieure nutzen vorrangig Suchmaschinen, Anbieter-Websites und Fachzeitschriften als Informationsquellen.
  • Fachzeitschriften (Print und Online) werden sogar am häufigsten genutzt.
  • Gesucht werden vor allem Produktinformationen, Fachartikel, Anwenderberichte und Videos.

Quelle: Technical Associates Group, „Digging deeper into the Engineering Mind“, 2017.

Journalistenumfrage: Was Unternehmen besser machen können

Für die reibungslose Zusammenarbeit mit Redaktionen sollten die redaktionsinternen Abläufe verstanden und berücksichtigt werden:

  • Persönliche Gespräche und Pressemitteilungen sind nach wie vor die wichtigsten Recherchequellen von Journalisten.
  • Journalisten haben heute weniger Zeit für Recherchen als früher. Suchmaschinen sind zwar die bevorzugte Informationsquelle – die im Netz verfügbaren Informationen werden aber oft als nicht ausreichend empfunden. Deshalb wird ein persönlicher Austausch bevorzugt
  • 86 Prozent sagen, dass sie Pressemitteilungen für ihre Recherchen nutzen. Fast jeder fünfte Journalist meint sogar, dass ihre Bedeutung in den letzten beiden Jahren gestiegen ist (18 Prozent).
  • Allerdings wird fast jede zweite Pressemitteilung von Unternehmen ungelesen gelöscht. Schuld sind mangelnde journalistische Sorgfalt, fehlende weiterführende Links und Bilder, ungezielte Verteiler durch Massenaussendungen und fehlende Aktualität und Relevanz.
  • Die wichtigsten Erfolgskriterien: wenig Attachments, kleine Verteiler, kurze Headlines und nicht zu oft Pressemitteilungen versenden.
  • Was Journalisten an Pressesprechern am meisten nervt: Wenn sie keine Antworten auf ihre Fragen erhalten. Auf Platz zwei der häufigsten Gründe für Unmut: die Schönfärberei der Unternehmenssprecher.

Quellen: Journalistenumfrage „Recherche 2018“, Medien-Trendmonitor 2017, PR-Facts: Erfolgsfaktoren sowie „Social Journalism-Studie 2016“.

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