SEO: Über Suchmaschinen, die Zufriedenheit der Nutzer und wie Webseiten verbessert werden

Die Suchmaschinen erkennen immer besser, wie die technische Qualität einer Webseite ist und ob die Nutzer mit den Inhalten zufrieden sind. Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO) dienen deshalb dazu, die Zufriedenheit der Nutzer zu erhöhen und so bei Suchmaschinen besser gefunden zu werden.

Eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) hat ermittelt, dass fast ein Viertel aller URLs mindestens ein Website-Problem aufweist, von denen fast 40% kritisch sind.

25 % aller Webseiten haben Probleme mit der Website-Qualität

SEO, Website-Mängel

Ein Viertel aller URLs hat mindestens ein Website-Problem.
(Grafik BCG)

Zu den schwerwiegendsten Probleme zählen:

  • übergroße Seiten (die größer als 1 MB sind),
  • langsam ladende Seiten (die mehr als eine Sekunde zum Laden benötigen) und
  • fehlerhafte Seiten.

Eine schlechte Website-Qualität hat gravierende Folgen:

  • die Absprungrate der Besucher ist erhöht,
  • die negativen Nutzersignale führen zu einem schlechteren Google-Ranking.
  • Quelle: Boston Cunsulting Group

SEO-Nutzersignale (UX, User Experience)

Um die Zufriedenheit der Nutzer besser zu berücksichtigen, werden die Nutzersignale (UX, User Experience) bereits seit längerem erfasst und seit 2015 auch durch eine KI (RankBrain) immer genauer ausgewertet.

Zu den Nutzersignalen zählen z. B.:

  • welche Suchergebnisse angeklickt werden (Klickraten (CTR),
  • wie lange der Nutzer auf einer Seite verbringt,
  • ob er zur Suche zurückkehrt und eine andere Seite auswählt.

Neuer SEO-Ranking-Faktor „Page Experience“

SEO, Page Experience

Mit „Page Experience“ werden die Nutzererfahrungen zu einem neuen Ranking-Faktor.
(Grafik: webmasters.googleblog)

Google hat angekündigt, „Page Experience“ ab 2021 als neuen kumulierten Ranking-Faktor einzuführen.
Darin sind mehrere Faktoren zusammengefasst, die die Nutzererfahrungen beeinflussen können:

  • Ladezeit, Interaktivität und visuelle Stabilität (Core Web Vitals),
  • Mobilfreundlichkeit einer URL,
  • Website-Sicherheit (Safe Browsing und HTTPS-Verschlüsselung),
  • die visuelle Stabilität einer Seite bei Interaktionen.

Zu den Core Web Vitals zählen:

SEO, Core Web Vitals

Ladezeit, Interaktivität und visuelle Stabilität (Core Web Vitals)
(Grafik: Google, Web.dev)

  • First Contentful Paint gibt an, wann der erste Text oder das erste Bild gezeigt wird.
  • Der Geschwindigkeitsindex gibt an, wie schnell die Inhalte einer Seite sichtbar werden.
  • Largest Contentful Paint gibt an, wann der längste Text bzw. das größte Bild dargestellt wird.
  • Die Zeit bis Interaktivität entspricht der Zeit, die vergeht, bis die Seite vollständig interaktiv ist.
  • Gesamtdauer der Blockierung: Summe aller Zeiträume (in Millisekunden) zwischen FCP und Zeit bis Interaktivität, wenn die Aufgabendauer 50 ms überschreitet.
  • Visuelle Stabilität: Cumulative Layout Shift misst die Bewegung sichtbarer Elemente innerhalb des Darstellungsbereichs.
SEO, PageSpeed Insights

Die Werte für Ladezeit, Interaktivität und visuelle Stabilität (Core Web Vitals) können mit „Pagespeed Insights“ überprüft werden.

Die Werte für Ladezeit, Interaktivität und visuelle Stabilität können mit dem Google-Tools „Pagespeed Insights“ und auch direkt über die Google Search Console überprüft werden. Die Ergebnisse zeigen, wo noch Handlungsbedarf besteht.

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SEO: Website-Faktoren, die Auswirkungen auf das Suchmaschinen-Ranking haben

Backlinko und Ahrefs haben 11,8 Millionen Google-Suchergebnisse analysiert, um relevante Ranking-Faktoren zu ermitteln. Die Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse:

1. Gesamtautorität einer Domain: Laut der Analyse zeigen die Daten, dass die gesamte Linkautorität einer Site (gemessen am Ahrefs Domain Rating) stark mit höheren Rankings korreliert. Die Gesamtautorität der Domain hat also einen stärkeren Einfluss auf das Ranking als die einzelne Seite selbst (URL-Rating).
2. Backlinks: Seiten mit vielen Links von externen Domains auf die eigene Seite stehen über Seiten, die nicht so viele Backlinks haben. Tatsächlich hat das Ergebnis Nr. 1 in Google durchschnittlich 3,8-mal mehr Backlinks als die Positionen Nr. 2 bis Nr. 10.
3. Content-Qualität: Umfassende Inhalte mit einem hohen „Content Grade“ (über Clearscope ) übertrafen Inhalte, die ein Thema nicht ausführlich behandelten erheblich.
4. Ladegeschwindigkeit: Wir haben keine Korrelation zwischen der Geschwindigkeit beim Laden von Seiten (gemessen von Alexa ) und dem Google-Ranking der ersten Seite gefunden. Dies könnte sich mit Einführung der „Page Experience“ als Rankingfaktor aber ändern.
5. Verknüpfte Domains: Das Abrufen von Backlinks von mehreren verschiedenen Websites scheint für SEO wichtig zu sein. Wir haben festgestellt, dass die Anzahl der mit einer Seite verknüpften Domains mit den Rankings korreliert.
6. Titel-Tag: Wir haben im Wesentlichen keine Korrelation zwischen der Verwendung eines Keywords im Titel-Tag und höheren Platzierungen auf der ersten Seite festgestellt.
7. Die Seitenautorität (gemessen anhand der Ahrefs-URL-Bewertung) korreliert nur schwach mit den Rankings. Der Einfluss des Domain-Ratings einer Website auf die Rankings ist stärker.
8. Textumfang: Die durchschnittliche Wortanzahl der Ergebnisse der ersten Seite bei Google beträgt. 1.447 Wörter. Lange Texte erzeugen mehr Backlinks als kurze Blog-Beiträge und sind somit besser für den Linkaufbau geeignet. Die Top-10-Ergebnisse unterscheiden sich allerdings nicht in der Wortanzahl.
9. Die Größe der HTML-Seite korreliert nicht mit den Rankings. Mit anderen Worten, umfangreiche Seiten haben die gleichen Chancen bei der Einstufung, wie schlanke Seiten.
10. URL-Länge: Wir haben eine sehr geringe Korrelation zwischen der URL-Länge und den Rankings gefunden. Insbesondere kurze URLs haben gegenüber längeren URLs tendenziell einen leichten Rangvorteil.
11. Strukturierte Daten: Unsere Daten zeigen, dass die Verwendung von Schema-Markup nicht mit höheren Rankings korreliert.
12. Verweildauer: Websites mit überdurchschnittlicher „Verweildauer“ (Time on Site) rangieren bei Google tendenziell höher. Insbesondere bedeutet ein längerer Aufenthalt auf einer Seite um 3 Sekunden, dass eine einzelne Position in den Suchergebnissen höher eingestuft wird.

SEO-Tipps, wie die eigene Website verbessert werden kann

1. Aussichtsreiche Positionen verbessern: Searchmetrics sieht das größte Verbesserungspotenzial bei Suchergebnis-Positionen ab Position 6 bis 20. Google sieht diese Landingpages als vielversprechend an: der Content ist gut, aber noch ausbaufähig. Werden diese Seiten verbessert, kann sich dies in Ranking-Sprüngen nach oben bemerkbar machen.
2. Verschlechterte Positionen wieder verbessern: Die URLs ermitteln, die in der jüngeren Vergangenheit an Ranking-Positionen verloren haben und wertvoll sind. Die Landingpages der direkten Konkurrenten könnten Verbesserungsmöglichkeiten anzeigen (aktualisierte Themen oder weitere Must-Have-Keywords).
3. Sortierung nach Suchvolumen, um die URLs zu ermitteln, deren Verbesserung einen großen Einfluss auf die Online-Sichtbarkeit hätte. Denn eine bessere Platzierung für ein Thema mit hohem Suchvolumen kann eine deutliche Traffic-Steigerung mit sich bringen
4. Click-Through-Rate: Wenn das Verhältnis zwischen Impressions und Klicks nicht stimmt (Click-Through-Rate) können Veränderungen bei „Title Tag“ und „Meta Description“ die Inhalte attraktiver machen. Werden bei den Snippets der Wettbewerber z. B. Fragen, Aufforderungen, HowTo oder sonstige Punkte im Title genannt?
5. Niedrige Time On Site: Daten aus der Google Search Console sowie aus Google Analytics / Matomo geben Hinweise zu User Signals. Wo sind die Inhalte nicht ausreichend und die Besucher springen schon nach wenigen Sekunden ab (niedrige Time On Site), weil z. B. die Einleitung nicht neugierig macht und die Qualität der Inhalte nicht erkennbar ist.
6. Die richtigen SEO-Tools: Neben teuren SEO-Werkzeugen gibt es auch eine Reihe empfehlenswerter und kostenloser SEO-Tools und -Programme, z. B. zur Wettbewerbsanalyse, für die Keywordrecherche oder die technischen Eigenschaften von Websites. Hier ist eine interessante Übersicht.

Kennzahlen, um den Erfolg der Content-Aktivitäten zu messen

KPIs (Key Performance Indicators) sind Kennzahlen zur Erfolgskontrolle:
1. Die Seitenaufrufe (Unique Visits) zeigen, wie viele (und welche) Besucher den Content in welcher Zeit gesehen haben. Eine hohe Anzahl wiederkehrender Besucher ist zudem ein Indiz für einen nutzwertigen Content oder für das Interesse an News in einem Blog.
2. Die Verweildauer (durchschnittliche Sitzungsdauer) gibt an, wie lange sich ein Nutzer auf einer Seite aufhält.
3. Die Absprungrate gibt den Prozentsatz der Besucher an, die nur eine einzige Seiten angesehen und ohne eine weitere Aktion wieder verlassen haben (Bounce Rate). Wenn der Besucher alles gefunden hat und zufrieden ist, ist das kein Problem. Eine kurze Verweildauer und eine hohe Absprungrate sind allerdings ein Zeichen für Content- oder technische Mängel. Eine hohe Absprungrate kann sich auch negativ auf die Suchmaschinenbewertung auswirken.
4. Conversion Rate: Wurden die gewünschten und messbaren Ziele wie Kontaktaufnahmen, Downloads, Besucher einer Landingpage, Klicks auf ein Video oder Newsletter-Anmeldungen erreicht? Wurden die Nutzererwartungen nicht erfüllt, fehlte das Call-to-Action-Angebot?

Welche Metriken zur Erfolgsmessung sind im Content Marketing wirklich sinnvoll?

Es gibt zahllose SEO-Kennzahlen für Webseiten. Viele werden aber nicht zielgerichtet eingesetzt und führen zu falschen Schlussfolgerungen. Mehr zur Erfolgsmessung im Content Marketing.

Martin Ortgies: Als freier Texter für Webseiten erstelle ich Webtexte für Unternehmen aus Automation, Elektrotechnik, Elektronik, Industrie, IT, Logistik, Maschinenbau oder Software aus Regionen wie Hamburg, Hannover, Berlin, Stuttgart und München. Dabei habe ich mich auf technische und erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistunge spezialisiert.

Was Ingenieure von Websites erwarten

Website-Texter
Leider bieten die Websites allzu häufig nicht das, was Ingenieure erwarten. Eine Studie offenbart einen großen Handlungsbedarf im Industriemarketing.

Texter für technische Themen

Hier finden Sie Beispiele für technische Texte.

Website Texter, Industrie, Technik

Textbeispiele mit Fokus auf Technikthemen

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